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Thema: Objekt Riese: Objekte in der Umgebung

  1. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von 544willy
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    AW: Objekt Riese in Schlesien

    Fuehrungsnetz Wirtschaftsaufbau Ost ... Planung „Barbarossa“

    Abbildung 68 zeigt den Ausbau der Nachrichtenverbindungen der DRP in Schlesien Brandenburg und Pommern in Vorbereitung der Operation Barbarossa. Jedes (AOK) Armeeoberkommando Nord, Mitte und Sued hatte in Stoßrichtung ausreichend Nachrichtenverbindungen im Ruecken.

    Mit dem „Wirtschaftsausbau Ost“ durch die DRP entstand eine gute nachrichtentechnische Infrastruktur. Es erfolgte ein Neubau von 10 Durchgangsvermittlungen, sogenannte Nachrichtenknoten an den Fernmeldelinien. HG Kampe S.131...


    Durchgangsvermittlungen (Stand 22.06.1941) des Heeres siehe auch Abbildung 68.

    Deckname Standort
    DV Nogat Danzig
    DV Samland Koenigsberg
    DV Masuren Allenstein
    DV Warthe Krosniewice
    DV Weichsel Warschau
    DV Bug Radom
    DV Schlesien Myslowitz
    DV San Rzeszow (Reichshof)
    DV Tatra Presov
    DV Ostmark Wien

    HG Kampe S. 129...
    Wirtschaftsausbau Ost, Fernkabelbau im Aufmarschraum (Zeitraum 01.09.1940 – 2206.1941)

    Fk 270 Insterburg -Gumbinnen -Glodap -Suwalki 125km
    Fk 271 Petrikau -Spala -Pulawy -Lublin 238km
    Fk 273 Insterburg -Tarnow -Rzeszow -Radymno 238km
    Fk 62 Danzig -Koenigsberg 197km
    Fk 60 Posen -Krosniewice -Lodzsch 246km
    Fk 90 Warschau -Radom -Rzeszow
    Fk 91 Krakau -Rzeszow
    Fk 91 Primkenau -Spala -Radom -Lublin
    Slk 721 Bromberg -Thorn
    Slk 707 Allenstein -Rastenburg -Suwalki 254km
    Slk 706 Marienburg -Mohrungen
    Slk 708 Allenstein -Zichenau -Warschau 254km
    Slk 703 Insterburg -Tilsit -Heydekrug -Memel 160 km
    Slk 702 Rzeszow -Zamosc
    Slk 701 Rzeszow -Presov 180km
    Slk 704 Angerburg -Loetzen -Arys
    Slk 705 Krosniewice -Zichenau ...bis Herbst 1941
    Fk 274 Thorn -Dt. Eylau -Allenstein 170km
    Fk 275 Breslau -Petrikau 220km
    Fk 276 Troppau -Freiburg -Sillein 100km
    Fk 255 Arnswalde -Bromberg -Thorn 250km
    Fk 239 Wulkow -Arnswalde -Falkenburg 205km


    HG Kampe S. 144...
    Fernkabelausbau in besetzen Gebieten der Sowjetunion (Zeitraum 01.09.1941 – 31.03.1944)

    Fk 801 Rzeszow -Lemberg 98km
    Fk 802 Lemberg -Kiew 527
    Fk 803a Koenigsberg -Insterburg -Tilsit -Riga 425km
    Fk 804 Lublin -Rowno 312km
    Fk 805 Rowno -Winiza -Dnjepropetrowsk 630km
    Fk 810 Lemberg -Proskurow 244km
    HG Kampe S. 163...

    Dazu wurde die Deutsche Reichs Post (DRP) vom Stab Wehrmachtsnachrichtenverbindung (WNV) mit dem nachrichtentechnischen Ausbau beauftragt.

    hier habe ich mir nicht die muehe gemacht die derzeitigen namen in polnisch zu nennen, sorry ... es gibt eine "citylist_de-pl" im internet

    bis zum naechsten part, freundlichst willy

    p.s. vielleicht kann mir hier beits die internetgemeinde helfen... wir suchen den standort zur DV Durchgangsvermittlung des Heeres (Hochland / Donau sind Decknamen wie Elster fuer Plauen und Elbe fuer Dresden im Fuehrungsnetz des Heeres. Zur Vollstaendigkeit moechte ich noch hinzufuegen es gab Fuehrungsnetze fuer alle Wehrmachtsteile).

    Vielleicht hat der eine oder andere eine Liste mit den DVs
    Im Zusammenhang mit RIESE wird der Standort der nachfolgenden DVs gesucht.

    DV Hochland
    DV Donau

  2. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von 544willy
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    AW: Objekt Riese in Schlesien

    „RUEDIGER“ die Nachrichtenzentrale im Objekt RIESE

    RUEDIGER steht fuer drei Anlagen (A, B und C) nach Abbildung 69.

    Die Anlagen befinden sich

    • A das „Hauptamt“ wurde oertlich nicht lokalisiert und
    • B die Anlage im Bunker / Burg Ksiaz (Fuerstenstein),
    • C die „Zugloesung“ im Ochsenkopftunnel und im Bahhof Bad Charlottenbrunn Jedlina Zdroj fuer den Befehlszug realisiert.

    Ein leistungsfaehiges und flexibles Fernmeldenetz ist unabdingbare Voraussetzung fuer jegliche Art von Fuehrung.

    Die Fertigstellung von RUEDIGER ist auf Juli 1945 fixiert, siehe Abbildung 69.

    Der Standort der geplanten und gebauten Nachrichtenzentrale RUEDIGER im Objekt RIESE ist immer noch unbekannt.

    Abbildung 69 Ausschnitt aus Gkdos FueHQ, 1944, Roem 5 Ruediger-Anlage (BA-MA, WF01/10158)

    RUEDIGER wird an verschiedenen Stellen vermutet wie

    1. in Dorfbach (Rzeczka), favorisiert weil:
    • die Anlage der Stollen haben die Groesse der Bunker ZEPPELIN und OLGA,
    • die Lage zu den anderen Bauvorhaben,
    • die Lage zum Verst.A. II (Schweidnitz-II),
    • der Baufortschritt im Stollen sehr gediehen ist
    • dagegen spricht die nebeneinanderliegenden wichtigen Nachrichtenknoten
    Schweidnitz-II und das Hauptamt RUEDIGER

    2. in den Saeuferhoehen (Osowka Silownia), favorisiert weil:
    • Bauten aus Stahlbeton Bunker werden mit maennlichen Vorname bezeichnet (RUEDIGER)
    • die zentrale Lage zu den anderen Bauvorhaben vorhanden ist

    3. in Oberdorf (Jugowice Gorne die Stollen 6 und 7), favorisiert weil:
    • der Baufortschritt am Stollen 6 + 7 gross ist (mit Gasschutztueren),
    • der Ausbau am Zugang des Stollen 7 gibt eine gute Möglichtkeit zum Rangieren von Fernmeldekabeln, vgl. ZEPPELIN
    • Stollen 6 und 7 ... Nachrichten Bunker fuer den BdM und BdU oder das OKM,
    Deckname SEESTERN? (dagegen spricht dass, SEESTERN kein dringendes
    Bauvorhaben ist!)

    4. in der Naehe von Waldenburg (Walbrzych)
    • zentral zwischen FA Freiburg und Schlosz Ksiaz gelegen
    • nahe zur bestehenden LV1100 in Nieder Salzbrunn gelegen

    Fuer die Hypothese zu RUEDIGER bleiben
    • der Eisenbetonbunker „Kraftwerk“ auf den Saeuferhoehen (silownia Osowka) sowie
    • ein unbekanntes Gelaende in Salzbrunn

    Aus einem „Geheime Kommandosache“ wurde der „Stand der Anlagen FHQ“
    (fernmeldetechnisch) mit den Bezeichnungen Roem 1 bis 7, siehe Abbildung 69, wird der Stand 1944 des Ausbaues der Fernmeldeverbindungen und Fernmeldetechnik festgestellt. Die Abbildung 69 zeigt den Auszug aus der Geheimen Kommandosache (gKdos) zur Feststellung der nachrichtechnischen Ausruestung der FHQ's.

    Damit sollte
    • das Hauptamt A RUEDIGER
    • das Fuehrungszentrum B die Burg Fuerstenstein
    • die Zugloesung C Bahnhof Bad Charlottenbrunn und der nahe Tunnel
    nachrichtentechnisch ausgeruestet werden.

    Die Fertigstellung der Baumaßnahme soll voraussichtlich
    • fuer das „Hauptamt“ bis Juli 1945 und
    • der Bunker Fuerstenstein (Waehlamt und Vermittlung) bis Dezember 1944 erfolgt sein.

    Die DRP verwendete (?grundsaetzlich?) andere Decknamen (eher Bezeichnungen) als die Wehrmacht (Heer, Lw, Marine). Nachrichtenzentralen in FQH's nannte man im Sprachgebrauch der DRP „Telegraphendienststelle .........“ (Nord, Sued, Mitte, Schlesien o.ae.)

    Abkuerzungen aus Abbildung 69:

    Gluehlampenvermittlung AZ Anzeige, Lichtsignalanzeige anstelle der Anrufklappen und Schauzeichen. Steckervermittlung zum Aufbau mobiler
    Anlagen.

    T41 Fernschreibvermittlung. Schrank in der Grundeinheit zu 30 Teilnehmer. Mit Hilfe von Ergaenzungschraenken erweiterbar auf 60, 90 Teilnehmer, auch fuer mobilen Einsatz geeignet (Steckervermittlung).

    Zugloesung Anschaltpunkte fuer mobile Fuehrungsstellen, Eisenbahnbefehlszug

    Verstärker Einrichtung zum Verstaerken schwacher Wechselstroeme.
    Zwischenverstaerker sind fest an Zwischenpunkten der Fernleitung, Endverstaerker fest bei Endaemter der Freileitung eingeschaltet.

    Schnurverstaerker sind Geraete ueber die verstaerkungswuerdige Fernleitungen wahlweise meist mit Stoepselschnueren miteinander verbunden werden koennen. Man unterscheidet nach der Anwendung, Zweidrahtverstaerker und Vierdrahtverstaerker. Gebraeuchliche Verstaerker der damaligen Zeit waren der Verstaerker Geraetesatz V35, V38, und der Breitbandverstaerker fuer MEK8 oder MG15.

    Abbildung 70 Vermittlungsschrank Quelle H. Frierichsen, FM- Fibel

    Nachrichtenzentrale

    Der nachrichtentechnische Ausbau fuer das FHQ RIESE umfasste mehrere Bauten neben dem Ausbau der Leitungen fuer das Fernsprechnetz. Dabei handelt es sich um die Anlagen

    • Waehlamt in der Burg Fuerstenstein
    • das Hauptamt RUEDIGER
    • die „Zugloesung“ im Ochsenkopftunnel und den Bahnhof Bad Charlottenbrunn
    • das Verstaerkeramt Schweidnitz-II

    Diese Anlagen sind voneinander raeumlich unabhaengig. Nachrichtenzentralen in FHQ's bilden einen besonderen Netzknoten. Dieser Netzknoten war mit mindestens zwei DV des Heeresgrundnetz abgestuetzt. Desweiteren bestanden Direktverbindungen zu den in der Naehe gelegenen Fuehrungsstellen der anderen Oberkommandos, den Standorten von Partei und
    staatlichen Dienststellen, zum Fernmeldenetz der DRP sowie zu anderen ausgewaehlten Punkten. So kommen im Komplex RIESE die Verbindungen zu den abstuezenden Fernaemtern in Schlesien wie

    • FA Freiburg, (Swiebodzice)
    • FA Glatz (Klodzko) und
    • FA Breslau (Wroclaw) sowie
    • Verbindung zwischen dem FA Schweidnitz-I und dem FA Schweidnitz-II (Verst.A-II)

    hinzu.

    Das Verstaerkeramt, in Dokumenten aus dem Potsdamer Archiv des MPF der DDR als „Verstaerkeramt Schweidnitz-II“ aufgefuehrt, wurde als unterirdisches Bauwerk mit 2 Etagen geplant, der Bau wurde begonnen aber nicht fertig gestellt. Schweidnitz-II entstand provisorisch als Verst.A-II in Dorfbach (Rzeczka). Das Verstaerkeramt „Schweidnitz-II“ hat raeumlich mit der Nachrichten Zentrale „RUEDIGER“ nichts zu tun. Der nachrichtentechnische Ausbau von RUEDIGER umfaßt geplante Fernsprechanlagen (handvermittelt sowie eine automatische Waehlanlage) und eine Fernschreibvermittlung mit der T41 (T41 Fe-Verm. bis max. 90 Plaetze) mit 45 Anzeigen hier mit 30 Anzeigen im Bau. Diese Vermittlungstechnik ist modular aufgebaut. Eine Reihung dieser Systemschraenke ergibt die erforderliche Anzahl von Verbindungen. Dies Systemschraenke wurden auch als Steckervermittlung
    bezeichnet.

    Es gab den
    • Fernklappenschrank 16
    • und den Fernklappenschrank 36 (sogenannter Rostocker Schrank)

    Die Organisation Todt (OT) baute zu allen FHQ Nebenanlagen wie Garagen, Laufgraeben, Deckungen, Postenhaeuser, Flakstellungen, Drahtverhaue u.a. Sicherungsbauten. Sie baute erforderliche Zufahrtswege, Straßen, Eisenbahnzubringer und liess Abwasser-, Wasser- sowie Elktroanschluesse verlegen.

    Nicht verantwortlich war die OT fuer die Installation von Anlagen der Nachrichtentechnik!

    Das war im Reichsgebiet Angelegenheit der DRP. In Einzelfaellen nahm die Wehrmacht diese Aufgabe wahr. Die OT bereitete lediglich die Kabelschaechte vor, in denen im Anschluss die Leitungen verlegt wurden.

    bis zum naechsten part, freundlichst willy
    die scheisz smilies, ich verlier den verstand... haken setzen aber flott

    Vielleicht kann die Internetgemeinde auch hierbei helfen... Gesucht wird der Standort des Hauptamtes Deckname Ruediger fuer das FHQ RIESE. das Hauptamt hat eine vergleichbare Groesse wie ZEPPELIN oder OLGA/Amt 10

  3. #13
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    AW: Objekt Riese in Schlesien

    Zugloesung
    Fuer die mobile Fuehrungsstelle (Eisenbahn Fuehrersonderzug mit den bescheidenen Arbeitsmoeglichkeiten fuer Hitler, Keitl und Jodl. Der Zug bestand aus 10 bis 15 Waggons, Goehrings Sonderzug hatte 18 Waggons. Zur Fuehrung der Wehrmachtsteile gehoehren nicht nur das OKW und das OKH im Sonderzug „Amerika“, auch die Luftwaffe war bei der Verlegung des Hauptquartiers mit einem Sonderzug „Robinson“ dabei.

    Abbildung 71 1,6 km langer Ochsenkopftunnel bei Dittersbach, Ansichtskarte

    Als schnelle „Loesung“ wurden
    • der Anschluß an das Telegrafenamt am Bahnhof Bad Charlottenbrunn (Jedlina Zdroj) sowie
    • ein Anschluß im 1,6 km langen Tunnel des Ochsenkopfes (Eulengebirge)
    bis Oktober 1944 realisiert (Zug mit 15 Waggon entspricht dem „Halbzug“ der Deutschen Reichsbahn). Die Eisenbahnbefehlszuege hatten bis 15 Waggons.
    Eine Ausnahme bildete der Befehlszug von Reichsmarschall Hermann Goehring mit 18 Waggons. Goehring konnte nicht auf einen Waggon mit Badeinrichtung und die Salonwagen verzichten. Ein weitere Ausnahme wurde ueber den Chef Nachrichtenwesen der Luftwaffe General Martini bekannt. Sein Sonderzug „Enzian“ hatte 34 Waggon.

    Im Bereich RIESE wird vermutet, dass nicht nur der Ochsenkopftunnel sondern auch der Steingrund Tunnel, und der Bahnhof Doernhau (Kolce) fuer eine „Zugloesung“ vorbereitet worden ist. Von der Lage zu den Bauten kommt auch Bahnhof Doernhau (Kolce) in Betracht. Ein Aussenkommando vom Arbeitslager verlegte in Doernhau 1944 Abstellgleise! Vor wenigen Tagen fand Andrzej in der unmittelbaren Naehe des Bahnhofes Doernhau eine Kabelschaltstelle (KSS) aus dem Programm der OT.

    Im Sonderzug sind nachrichtentechnische Betriebsraeume (Vermittlung, Fernschreibstelle, Funkstelle) vorhanden.

    Die Blankdrahtlinien / Drehkreuzlinie zum Bahnhof Bad Charlottenbrunn entlang der Bahnlinie konnte getraegert werden. Damit waren auf einem Vierer oder einer Doppelader mehrere Ferngesprech- und Fernschreibverbindungen gleichzeitig in beide Richtungen moeglich. Am Ochsenkopf Tunnel (Wolowiecz)
    wurde eine ein in 60 cm Tiefe gelegenes Fernmeldekabel gefunden, dass bis zu dem Schacht am Tunneleingang fuehrte.

    Die TF - Technik zur damaligen Zeit war bereits verfuegbar, wie MG15, MEK8, BOA12, Tfb, Tfa u.a. Am Ochsenkopftunnel und evtl. im Steingrundtunnel im Eulengebirge wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine schnelle Loesung realisiert worden sein. Das bedeutet, dass der Bahhnhof Bad Charlottenbrunn (auch Bahnhof Dornhau) ausreichend fernmeldetechnisch erschlossen worden ist. Es ist auch nachgewiesen, das der Ochsekopftunnel im Jahre 1944/45 eingleisig gesperrt war. Bei unseren Recherchen sind wir auf diese nachrichtentechnische Loesung der Anbindung von Befehlszuegen an das (Heeres) Grundnetz gestossen. Mit diesem standardisierten Stecker stelle die DRP den Zugang / Uebergang in andere / fremde Netze sicher. Doernhau... der Komplex Saeuferhoehe (Osowka) liegt in unmittelbarer Naehe, hier ist dann ebenfalss die Kabelschaltstelle interessant... kann doch von hier die gesamte Untertageanlage nochmals redundant per Stichleitung erreicht werden.

    Abbildung 75 standardisierter Steckeverbinder der DRP Bahnhof Bad Charlottenbrunn (Jedlina Zdroj) © SP6EUJ

    Aus Erinnerungen des Generals der Nachrichtentruppe Praun... „Soldat der
    Nachrichtenruppe“.... „Eisenbahn Befehlszuege (mobile Gefechtsstaende der Truppe im Feld) liegen in der Entfaltung des Gefechtsstandes vor dem Tunnel. Bei herannahender Gefahr werden diese von den Nachrichtenverbindungen getrennt und unverzueglich in die Tunnel gefahren..... „ Damit befinden sich die Anschaltpunkte der Eisenbahn Befehlszuege unmittelbar in Naehe an der
    Strecke zum Tunnel! Fuer den Sonderzug Hitlers und die des Wehrmachtfuehrungstabes kam die Eisenbahn-Nachrichtenstaffel zum Einsatz.
    Im Alarmfall war der Gefechtsstand ohne Verbindung. Raeume und Unterkuenfte fuer Betriebspersonal im Tunnelbereich gab es nicht. Ausserhalb des Tunnels wurde provisorisch ein Bahnsteig errichtet (Holzkonstruktion). Die Sicherungskompanien wurden fuer die Dauer des Aufenthaltes des Sonderzuges „feldmaessig“ untergebracht!

    Decknamen fuer mobile Hauptquartiere
    Decknamen fuer mobile Fuehrungsstellen (Eisenbahnbefehlszug, Sonderzug)
    • Robinson 1+2 Sonderzug, Fuehrungsstellen im Feld ChFSt Lw,
    • Pommern 1+2 Sonderzug Ob Lw H. Goehring,
    • Asien Sonderzug Ob Lw H. Goehring nach 1943
    • Franken 1+2 Sonderzug Wfst,
    • Westfalen Sonderzug Außenminister Ribbentrop,
    • Braunschweig ChOKW, GFM Keitel,
    • Enzian Sonderzug ChNW der Luftwaffe,
    • Rheinland 1+2 Sonderzug GSt Lw,
    • Pommern V Sonderzug vermutlich Luftwaffe
    • Atlantik Sonderzug Oberbefehlshaber Marine (ObM)
    • Ostpreußen, Sachsen, Schwaben, Wuertemberg .... Sonderzuege Oberkommando Heer (OKH),
    • Brandenburg 1+2 Sonderzug Hitler bis 1943,
    • Amerika, Atlas Sonderzug, Fuehrungsstellen im Feld von Adolf Hitler
    • Amerika, Sonderzug fuer den Umzug der Skl von Bernau (Koralle) nach Sengwarden 1945
    • Auerhahn, Befehlszug des ObdM, Doenitz + Stab des OKM April 1945 nordwestl. Berlin
    • Hermes, Edelweiss, Sonderzug des OKH zur Verlegung 1945 in Raum OLGA
    sind bekannt. Hermes, spaeter stand fuer die gleiche Aktion (Ausweichbewegung) der Deckname Edelweis zur Verfuegung.

    Aus diesen Zuegen wurde im eigentlichen Sinne nicht „gefuehrt“, vielmehr wurden diese als Reisezuege benutzt.

    geplante (existierende) Nachrichtenverbindung im Raum RIESE (EULE)
    Fuer „RIESE“ wurde eine Verbindung aus 10 Leitungen an die existierende Luftwaffenvermittlung geplant. Wir koennen davon ausgehen , das die Luftwaffendurchgangsvermittlung LV1100 schon vor den Bauarbeiten am Komplex RIESE existierte. Dafuer sprechen einige Aussagen im Buch „Geschichte der Luftnachrichtentruppe“ von Karl Otto Hoffmann. Der Standort der LV1100, in Nieder Salzbrunn (Walbrzych - Szczawienko) stuetzte sich auf die mit dem Wirtschaftsaufbau Ost im Auftrag des Heeres entstandenen Durchgangsvermittlung, einige der sich in der Naehe befindlichen Durchgangsvermittlungen der Luftwaffe sowie Fernaemtern an den wichtigen Fernkabel der DRP ab.

    • Deckname SCHLESIEN Myslowitz (Myslowice)
    • Deckname SAN Reichshof (Rszeszow)
    • LV 53 Breslau (Wroclaw)
    • LV 63 Liegnitz (Legnica)
    • LV 73 Myslowitz (Myslowice)
    • LV 83 Cosel (Kozle)
    • FA Schweidnitz
    • FA Freiburg
    • FA Breslau

    Jedes Befehlszentrum im Objekt Riese wie,
    • FHQ, Burg Ksiaz
    • WFSt, HTW (abhaengig von der Unterbringung in RIESE)
    • OKH,
    • OKLw, Deckname IRENE,
    • OKM, Deckname SEESTERN,
    • RFSS,
    • RAM und RMVP [PropMin (abhaengig von der Unterbringung in RIESE)]
    hatte eine Objektvermittlung mit Teilnehmeranschluessen geplant.

    Die Nachrichtenzentrale RUEDIGER der Fuehrungsstellen stuetzt sich auf weitere wichtige Nachrichtenknoten (Durchgangsvermittlung, Fernamt und im Komplex Riese speziell auf Schweidnitz-II) ab. FHQ Fuerstenstein (Ksiaz) war mit seinem Waehlamt und seiner Vermittlung ueber die Fernaemter Freiburg, Schweidnitz-I und Breslau in Netz der DRP zusaetzlich abgestutzt.

    RUEDIGER muss damit die Abstuetzung auf die Verbindung zu den Fernaemtern Freiburg, Schweidnitz-I Richtung Ost und Schweidnitz-II, FHQ Ksiaz und der LV1100 den Uebergang in fremde Netze....

    • FA Breslau Richtung Nord, West und Ost
    • FA Freiburg Richtung Westen
    • FA Glatz Richtung Sueden
    • DV Durchgangsvermittlungen im Grundnetz der Wehrmacht
    • LV1100 Lufwaffendurchgangsvermitttlung in Nieder - Salzbrunn

    sicherstellen.

    Zur Planung einer ausfallsicheren Verbindung gehoert eine redundante Vernetzung der Bunker. Alle Bunker sind untereinander fernmeldetechnisch verbunden (Ok = Objektkabel). Jeder Bunker hat eine Direktleitung zur Nachrichtenzentrale. Bei RIESE ist es das sogenannte provisorische Verst.A-II (Schweidnitz-II) in Dorfbach (Rzeczka).

    Von RUEDIGER und Schweidnitz-II wird der Bahnhof Bad Charlottenbrunn und der Ochsenkopftunnel fernmeldetechnisch mit Kabel oder einer Drehkreuzlinie erschlossen (Zugloesung). Wir erkennen es aus der Planung der Leitungen inAbbildung 76 zu den 5 wichtigen Durchgangsvermittlungen (DV) des Heeres und der Luftwaffenvermittlung (LV) des Heeresgrundnetzes sowie an den Schaltungen der Fernsprech und Telefonleitungen zu allen umliegenden Fernaemtern. Auch eine Verbindung „Anna(bu)“ nach Zossen (ZEPPELIN) fuer den Fall des Rueckzuges aus dem FHQ Wolfschanze in Ostpreußen. Mit dieser Schaltung ist die Fuehrungsstelle auch im Fehlerfall (Ausfall der Nachrichtenverbindung) redundant vernetzt und die Verbindungen zu anderen Fuehrungsstellen des Heeres und der Reichsregierung in Berlin werden „standhaft“.

    Abbildung 77 zeigt eine mögliche redundante Vernetzung der Bunker mit Fernmeldeleitungen. In einer einfachen Redundanz (3-fach) genuegt die Verbindung der Bunker untereinander mit einer Ringleitung und je Bunker eine Verbindung zur oertlichen Zentrale!

    In Rzeczka gibt es einen verschuetteten Stollen oberhalb der Firste der drei Stollen des Bunkers. In ihm sollten warscheinlich die Kabel fuer diesen Bunkerbau zugefuehrt werden, siehe Abbildung 78 im Bild mit der Bezeichnung „4“.
    Energie und Telefonkabel wurden getrennt gefuehrt. Wir muessen auch hier davon ausgehen, dass die OT keine Telefonleitungen legte. Sie baute nur die Kabelgraeben und Einfuehrungen.

    Legende Abbildung 78:
    2. Bruecke
    3. Fundament Lueftung
    4. Stollen Nr. 5 Kabeleinfuehrung, jetzt verbrochen
    6. Verst.A-II, Schweidnitz-II ,Dimension EG (10 x 20 x 2,80) m

    Das Verlegen der Fernmeldekabel wurde immer durch die Telegrafenbautrupps der DRP (in bestimmten Faellen durch die Bautrupps des Heeres) ausgefuehrt!! vergleiche dazu Nachrichtenzentrale ZEPPELIN

    bis zum naechsten part freundlichst willy

  4. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von jollentreiber
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    AW: Objekt Riese in Schlesien

    Mensch Willi,
    du mußt doch schon wunde Finger haben. Alle Achtung, sollte der Admin ne Würdigung für den "fleißigsten Schreiber" vergeben du würdest diese sicher bekommen:!:.

    beste Grüße Jolle

  5. #15
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    AW: Objekte im Bereich FHQ Riese

    Folgende Leitungsverbindung aus dem Netzknoten RUEDIGER wurden gebaut und geschaltet.

    Fernsprechleitungen (Fe- Ltg.)
    4 Ltg. OKW (Oberkommando Wehrmacht in Berlin, Bendlerstraße)
    6 Ltg. Sdpl. Berlin (Sonderplatz Fernamt Winterfeldstrasse Berlin)
    2 Ltg. Annabu (Nachr.-zentrale „Anna“ in Mauerwald bei Angerburg Ostpreussen)
    1 Ltg. DV Hochland (Durchgangsvermittlung im Raum Bayern am Alpenuebergang)
    1 Ltg. DV Donau (Durchgangsvermittlung im Reichsgebiet)
    1 Ltg. DV Hessen (Durchgangsvermittlung in Gießen)
    1 Ltg. DV San (Durchgangsvermittlung Rszeszow)
    1 Ltg. DV Schlesien (Durchgangsvermittlung Myslowitz)
    5 Ltg. LV1000 (Luftwaffenvermittlung im Raum Berchtesgaden)
    10 Ltg. Irene (Deckname Nachrichtenzentrale des Ob.d.L in Schlesien, Nieder Salzbrunn)
    1 Ltg. FA Freiburg (Fernamt Freiburg bei Schweidnitz)
    1 Ltg. FA Glatz (Fernamt Glatz)
    1 Ltg. FA Schweidnitz (Fernamt Schweidnitz)
    1 Ltg. FA Breslau (Fernamt Breslau)
    1 Ltg. OT Breslau (Organisation Todt Breslau)
    Telegraphenleitungen (T- Ltg.)
    5 Ltg. OKW (Oberkommando Wehrmacht in Berlin, Bendlerstraße)
    1 Ltg. Kurfuerst (Deckname fuer Potsdam Wildpark, Oberkommando der Luftwaffe)
    1 Ltg. Annabu („Anna“ FueHQu. ueber Stadt Angerburg am Mauersee/Pommern)
    1 Ltg. A.A. Berlin (Auswaertiges Amt Berlin, Ribbentrop)
    1 Ltg. GenKdo.Breslau (Generalkommando des Heeres in Breslau AOK VIII)
    2 Ltg. Irene (Deckname fuer Nachrichtenzentrale des Ob.d.Luftwaffe im Objekt Riese)
    2 Ltg. LV 1000 (Luftwaffenvermittlung, im Raum Berchtesgaden)
    1 Ltg. DV Hochland (DV, Standort im Reichsgebiet evtl. ?Bad Reichenhall?)
    1 Ltg. DV Donau (DV, Standort im Reichsgebiet evtl. ?Passau o. Regensburg?)
    1 Ltg. DV Hessen (DV in Gießen)
    1 Ltg. Seestern (Deckname geplante Nachrichtenzentrale des ObdM im Objekt RIESE)
    1 Ltg. Rkzl. Berlin (Reichskanzlei Berlin)
    1 Ltg. Rkzl. Muenchen (Reichskanzlei Muenchen)
    1 Ltg. DNB Berlin (Deutsches Nachrichten Buero, Presse, Rundfunkueberwachungsdienst,
    konkurrierender Dienst zum FAdRLM)
    1 Ltg. PropMin. Berlin (Propaganda Minister Berlin, Goebbels)
    Die DV San (in Rszeszow, Reichshof) und DV Schlesien (in Myslowitz), 2 von insgesamt 10, sind mit dem Ausbau des Nachrichtengrundnetz Ost der DRP mit der Aufmarschplanung „Barbarossa“ der Wehrmacht bis 1941 entstanden...
    Hans Georg Kampe schreibt in seinem Buch dazu....

    <Hans Georg Kampe, Heeresnachrichtentruppe der Wehrmacht 1935-1940, S. 131ff>
    „Wirtschaftsausbau Ost“ – Fernmeldebauleistung der DRP vom 29.08.1940 – 2206.1941 Es wurden 1366 km Fernkabel ausgelegt u. montiert, 725 km Luftkabel ausgelegt u. montiert, 1295 km Fernkabel noch im Bau, 770 km Luftkabel montiert und von der Truppe ausgelegt, 10 Durchgangsvermittlungen ausgebaut und in Betrieb genommen, 5000 Verstaerker in 35 Aemtern
    aufgebaut und eingeschaltet...

    Ein wichtiger Bestandteil der Angriffsvorbereitungen „Barbarossa“ war der getarnte Bau von drei FHQ und die Einbindung ihrer Nachrichtenzentralen in das Heeresgrundnetz Ost. Ihre Standorte lagen in den Aufmarschraeumen der Heeresgruppen:
    • Rastenburg im Norden (Ostpreußen)
    • Lodzsch in der Mitte (Polen)
    • Frysztak im Sueden (Galizien).
    Gleichzeitig entstanden in ihrer unmittelbaren Naehe die Fuehrungsstellen des Oberbefehlshabers des Heeres (ObdH) und des Generalstabes... im Norden zum Beispiel am Mauersee bei Angerburg. Die Baumaßnahmen wurden mit der Scheinfirma „Chemische Werke Askania Berlin“ abgewickelt. Verantwortlich fuer den Fernmeldebau war deren Abteilung „Abteilung Fernmeldewesen“ - in
    Wirklichkeit der Stab Wehrmachtsnachrichtenverbindung (WNV) – der das Reichspostministerium (RPM) damit beauftragt hat. Waehrend der Bauphase bezeichnete man die Nachrichtenzentralen der geplanten Fuehrerhauptquartiere als „Telegraphendienststellen Nord, Mitte, Sued“.
    Jede dieser Nachrichtenzentralen bildete einen besonderen Netzknoten, der mit mindestens zwei Durchgangsvermittlungen (DV) des Heeresgrundnetz Ost abgestuetzt war. Außerdem bestanden Direktverbindungen zu den in der Naehe gelegenen Fuehrungsstellen der anderen Oberkommandos, den Standorten von Partei und staatlichen Dienststellen, zum oeffentlichen Fernmeldenetz und zu anderen Punkten. Bei allen drei Nachrichtenzentralen sollte, einer Forderung vom 14.Mai 1941 zufolge, die Schaltung der Leitungen so vorbereitet werden, daß sie „... vom 1.6. ab auf besondere Anforderung hin binnen 2 x 24 Stunden betriebsbereit“ sind. ...
    Archiv MPF Akte 35/274 Ausgeloest wurde diese Schaltung am 20. Juni 1941 fuer die Leitungen des FHQ „Wolfsschanze“ bei Rastenburg und die Nachrichtenzentrale „Anna“ des Generalstabes des Heeres im Mauerwald.
    </Hans Georg Kampe, Heeresnachrichtentruppe der Wehrmacht 1935-1940, S. 131ff>


    Die Modernisierung vom Fernamt Bechau (Bechow) mit einem gebunkertem Verstaerkeramt (Bunker) faellt in diese Zeit. FA Bechau stuetzt die Fernmeldeleitungen in Schlesien mit einem Zwillingskabel (Zw 221) nach Brieg (Brzeg) zum Fernkabel – 26 (Fk 26) ab. 2007 wurde die Immobilie FA Bechau mit Bunker fuer 50.000,- € zum Verkauf angeboten. Unbekannt bleiben zur Zeit die Standorte der Heeres- Vermittlungen, Nachrichtenknoten,
    • DV Hochland, liegt im Reichsgebiet am Alpenuebergang (Bayern vmtl. Bad Reichenhall?)
    • DV Donau, liegt im Reichsgebiet (vermutlich Passau oder Regensburg?)
    Albert Praun erwaehnt in seinem Buch „Ein Soldatenleben“ die DV Hochland ...gelegen am Alpenuebergang... Die Hypothese DV Hochland zum Ort Bad Reichenhall ist daher naheliegend.

    bis zum naechsten part, freundlichst willy

  6. #16
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    AW: Objekte im Bereich FHQ Riese

    Leitungsnetze der Luftnachrichten Truppe (Ln)

    Die Luftwaffe stuetzte sich auf die Leitungen der DRP ab und baute eigene Drehkreuzachsen und Blankdrahtlinien. Die Gestaenge wurden auch gemeinsam mit dem des Heeres benutzt. Dabei war die Drehkreuzlinie des Heeres oben und die der Luftwaffe darunter. Beide Drehkreuzlinien unterschieden sich im Drall, somit waren diese nicht unmittelbar zusammen schaltbar. Der Unterschied in der Bauweise bestand durch die Fixierung der Bauweise in der L.Dv. 703/1.. Luftwaffendienstvorschrift (im Unterschied zur Heeresdienstvorschrift zum Bau von Drehkreuzlinien).

    Interessant bzgl. Niederschlesien sind immer Standorte von Fernaemtern (FA) in kleinen Orten wie z.B. in Bechau (Blechow). Dies ist mit der Stationierung des Luftwaffenkommandos des AOK VIII in Brieg zu sehen. Die Luftwaffe hatte ueber zugewiesene (Heer) oder gemietete Leitung von der DRP eigene Sondernetze / Fuehrungsnetze (Fall Weiss) (nach K.O. Hoffmann Bd. II S.108ff)

    Sondernetze der Ln- Truppe

    LEOPOLD Fuehrungsnetz
    LORENZ Befehlsnetz
    FLORIAN Fernmeldenetz
    LOTHAR erweitertes Grundnetz der Ln
    LUKAS Luftverteidigungsnetz (Flakartillerie)
    FLUNDER Flughafenbereichsnetz
    WALDEMAR Luftschutzwarnetz

    Der Gefechsstand der Luftflotte 4 befand sich in Reichenbach (Dzierzoniow) im Eulengebirge (General der Flieger Loehr). Die Gefechtstaende der Luftwaffe waren ueber das erweiterte Ln- Grundnetz (LOTHAR) mit dem ObdL in Potsdam Wildpark-Werder KURFUERST direkt verbunden. Die Jagdfuehrung (Jafue) Schlesien lag in Cosel (Kozle). Hier gab es die LV83. Von der Luftwaffenvermittlung LV53 in Breslau ging eine fertiggestellte Drehkreuzachse wie in Abbildung 81 dargestellt nach Nieder Salzbrunn (Walbrzych - Szczawienko) zur LV1100. Die LV 63 befand sich in Liegnitz (Legnica).
    Ueber das Fernkabel Fk26 (ueber Liegnitz - Primkenau – Muencheberg) hatte die Luftwaffe direkten Anschluss an den Berliner Fernkabelring und damit an KURFUERST in Potsdam sowie alle anderen wichtigen Fuehrungsstellen z. B. In Treuenbrietzen, Doeberitz, Biesenthal, Zossen, Berlin – Wannsee (jetzt unter Gatow bekannter) u. a. Die Luftwaffe baute entgegen der DRP und des Heeres ihre Luftwaffenvermittlungen (LV) an der Perepherie einer Bebauung (Stadt / Dorf). Die LV wurde verbunkert (mindestens Splitterschutz). Es wurden auch bestehende Einrichtungen wie Kasernen genutzt (Verstaerkung der Decken, Betonummantelung der Keller).

    Auf Grund der Spezifik und Dynamik des Luftkampfes, des Luftschutzes, der Jaegerfuehung, der Funkmess-, der Flakleitverfahren etc. hatte die Luftwaffe eigene Luftwaffen - Nachrichteneinheiten (Ln). Richtfunkverbindungen (RV) der Ln- Truppe dublierten die Leitungen. Das Heer setzte im geringeren Maße Richtfunkverbindungen ein. Oft profitierte das Heer vom Ausbau der Richtfunkverbindungen der Luftwaffe und bekam nach Antrag und Genehmigung Leitungen / Kanaele zugewiesen.

    bis zum naechsten part, freundlichst willy

  7. #17
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    Richtfunkverbindung der Ln -Truppe in Schlesien

    Im Raum Schlesien waren die RV Stationen auf der Schneekoppe (1603 m) bei Brueckenberg (Karpacz) direkt nach Breslau und auf dem Annaberg (411 m) bei Neurode (Nova Ruda), auf dem Rummelsberg bei Strehlen (Strzelin) und nach Sorau (Zary) im damaligen Brandenburg (nach K.O. Hofmann).

    Das bedeutet, dass eine Richtfunkverbindung ueber Hohe Eule in Richtung Schneekoppe oder Breslau moeglich war. Richtfunkgeraete (Dezimetertechnik) Typen Elster, Michael, Krabbe und Rudolf betrieb die Ln- Truppe auf ihren Richtfunkverbindungen zu den Fronten und Gefechtstaenden.

    Die Richtfunkverbindungen (RV) der Ln Truppe dublierten vielfach die Telegrafenleitungen der DRP. Sie wurden getraegert betrieben (MEK8, ME12, KE12, MG15, BOA12, Tfa... Tfb... etc.).

    Von der Schneekoppe (Sniezka) ging es nach Sachsen zum Luftgau III ueber die RV- Stelle Fichtelberg bei Oberwiesental im Erzgebirge. Im Luftgau VIII bezeichnete Berge wie „Rummelsberg“ und „Annaberg“ liegen in der Naehe von Strehlen (Strzelin - Rummelsberg) und Neurode (Nowa Ruda - Annaberg) in Schlesien. In Strehlen (Strzelin) pachtete die Luftwaffe die Immobilie „Sybillenort“ (Sybillin, Szcodre) 1935 das Schloss von Koenig Albert von Sachsen. Es wurde als Depot der Luftwaffe benutzt. Am 26. Januar 1945 erfolgte die Zerstoerung durch die Wehrmacht (verbrannte Erde). In Myslowitz (Myslowice), Breslau (Wroclaw), Cosel (Kozle) und Liegnitz (Legnica) existieren wichtige Luftwaffenvermittlungen (LVV) seit Beginn des Krieges 1939. Die dicken Linien in Abbildung 82 kennzeichnen RV mit Rudolf- Geraeten, die duennen Linien sind RV mit Michael- Geraete. Richtfunkgeraete der Deutschen Wehrmacht (Quelle Fritz Trenkle „Deutsche Funknachrichtenanlagen“ Bd. II bis 1945) DMG 1G, DMG 2 G (Elster), DMG 3 K (Florian), ...

    • DMG 3 G (Rudolf) 3,5 Watt 476... 526 MHz
    • DMG 3 aG (Rudolf) 8 Watt 476... 526 MHz
    • DMG 5 K (Michael) 1 Watt 502... 554 MHz
    • DMG 7 K (Michael) 1 Watt 448... 500 Mhz

    DMG sind Bezeichnung fuer die Luftwaffe, das Heer bezeichnete die Richtfunkgeraete mit dem Kuerzel FuG. Abbildung 83 RV- Geraet (mot) mit TF- Einrichtung (Quelle: techn. Bereibung DMG 3 von 1942)

    Abbildung 82 RV Luftgau VIII ueber Schneekoppe Richtung Breslau nach K.O. Hoffmann Bd II S 425

  8. #18
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    Drehkreuzlinien der Ln- Truppe

    Die Ln- Truppe baute neben dem Heer auch moderne Drehkreuzlinien siehe auch Abbildung 69. Wie hier in Dorfbach (Rzeczka) gibt es im Wald zu den anderen Stollesystemen solche gesprengten Telegrafenstangen an den Blankdrahtlinien oder Drehkreuzlinien befestigt waren. Die Abbildung 85
    zeigt einen gesprengten Maststumpf, umwickelt mit dem Abspannseil aus Draht vor der Anlage Dorfbach (Rzeczka) Diese Abbildung wird bei www.team-delta.de zum Objekt Riese / Dorfbach veroeffentlicht!.

    Im Wald befinden sich an Wegen und anderen Bauten von Riese ebenfalss diese gesprengten Telegrafenstangen mit dem Ring (Rohr aus Beton) als Schutz. Drehkreuzlinien wurde im allgemeinen nicht durch die Ortschaft gefuehrt sondern aussen herum. Die Vermittlung wurde per Stichleitung angebunden. Im Falle der Zerstoerung einer LV oder DV wurde die
    Stichleitung ueberbrueckt. Telefonverbindungen wurden nicht nur mit modernen Drehkreuzlinien (Traegerfrequenztechnik) realisiert. Klassisch im alten Telefonnetz sind es die Blankdrahtlinien an Gestaengen und Quertraegern mit Leitungsdurchmessern (Draht) von 2 bis 4 mm bestehend u. a. aus verschiedenen Materialien (Stahl, Kupfer, Hartkupfer, Bronze oder
    Legierungen... verzinkter Stahldraht u.a.).

    1942 wurde die Dienstvorstrift zum Bau von Drehkreuz- und Blankdrahtlinien mit der „Bauweise 42“ ergaenzt. Auf Grund der klimatischen Verhaeltnisse in den Gebieten mit kontinentalen Klima in der Sowjetunion uebernahm Heer und Luftwaffe die Durchhangtabellen der russischen Telegraphengesellschaft (Durchhang, Mastabstand etc.)

    bis demnaechst, freundlichst willy

  9. #19
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    Luftwaffenvermittlungen (LV)

    General Albert Praun schreibt im Buch „Albert Praun – ein deutsches Soldatenleben 1894 – 1975“ im Kapitel „Heeresnachrichtenverbindung 1944 - 1945... S. 249
    „Wie sich spaeter bei meinen Reisen herausstellte, waren alle sogenannten DV im Bereich des Ersatzheeres ueberirdisch ebenso ungedeckt, wie sie es in Friedensbetrieb gewesen waren. Ich musste das in Koenigsberg, Wien, Pressburg usw. feststellen. Die in ihrer Naehe gelegenen LV waren ausserhalb der Staedte und bombensicher unter der Erde gelegen.“


    Damit sollte die LV1100 in Nieder Salzbrunn (Walbrzych – Szczawienko) auch an der Peripherie der der Stadt und geschuetzt sein! Dazu schreibt Karl Otto Hoffmann „Ln- Geschichte der Luftnachrichtentruppe“ im Bd II Teil 2, S. 522

    „Bei Planungen, besonders bei Drehkreuzachsen, ist Wert auf zuverlaessige Querverbindungen zwischen den Knotenpunkten derLuftwaffe und des Heeres und der Marine zu legen, damit die Tf- Kanaele ausgetauscht werden koennen..... Muss eine Drehkreuzachse ueber eine LV eines groesseren Ortes gefuehrt werden, so ist bei der Planung zu beruecksichtigen, dass die Achse an dem Ort in einer Entfernung von mindestens 3 km vorbeizufuehren und durch Stichachsen zur LV einzuschleifen ist, damit bei Zerstoerung des Ortes (Ausfall der LV) sofort ausserhalb des Ortes an der Abzweigung der beiden Stichachsen durchgeschaltet werden kann. Laufen mehrere Achsen an
    einem Ort vorueber, so sind diese moeglichst verteilt in verschiedene Himmelsrichtungen vorbeizufuehren....“


    Es gab die Luftwaffenvermittlung (K.O.Hoffmann „Geschichte Ln- Truppe“ Bd. II Teil 2 S.487)

    LV1 Danzig
    LV2 Thorn
    LV3 Posen
    LV4 Lodzsch, spaeter Lublin,
    LV5 Warschau (Luftflotten Kommando 2)
    LV6 Radom
    LV7 Reichshof,
    LV8 Krakau
    LV9 Angerburg
    LV10 Potsdam Wildpark
    LV11 Koenigsberg
    LV12 in Biesenthal
    LV13 Senftenberg,
    LV14 Wiedenbrueck
    LV15 Nuernberg
    LV16 Rostock
    LV17 Hamburg Fuhlsbuettel,
    LV18 Wien,
    LV19 Siedlce,
    LV20 Braunschweig,
    LV21 Zamosc,
    LV22 Perleberg,
    LV24 Giessen,
    LV25 Muenchen
    LV26 Jever
    LV27 Hanover
    LV28 Linz
    LV30 Riga
    LV31 Krosswitz
    LV32 Stettin,
    LV33 Dresden
    LV34 Luedenscheid
    LV35 Wuerzburg
    LV36 Kiel
    LV37 Bassum (Fs) und Bremen (Te)
    LV39 Metz
    LV40 Strassbourg
    LV41 Trier
    LV42 Koeslin,
    LV43 Halle
    LV44 Frankfurt
    LV45 Augsburg
    LV46 Westerland Hoernum
    LV47 Magdeburg
    LV48 Zichenau
    LV49 Prüm
    LV50 Utrecht
    LV51 Insterburg,
    LV53 Breslau,
    LV54 Koeln
    LV55 Stuttgart
    LV56 Flensburg
    LV57 Hirschau
    LV59 Mayen
    LV60 Bruessel,
    LV61 Stargard,
    LV63 Liegnitz
    LV64 Jesberg
    LV65 Feuchtwangen
    LV70 Paris
    LV72 Treuenbrietzen
    LV73 Myslowitz
    LV74 Ruedesheim/Taunus
    LV77 Prag
    LV78 Olmuetz
    LV79 Bruenn
    LV80 Zwolle (NL)
    LV82 Schwerin
    LV83 Cosel i.Schl.
    LV92 Minsk
    LV94 Gelnhausen
    LV96 Aalborg
    LV97 Arhus
    LV98 Kolding
    LV99 Kopenhagen
    LV100 Muenster
    LV110 Onhaye (B)
    LV220 Villers Helon (15km suedlich Soissons (F)
    LV330 Usingen
    LV440 Beauvais (F)
    LV540 Weyerbusch / Westerwald
    LV550 Semmering bei Wien
    LV660 Johannisburg Ostpr.
    LV770 Krynica Karpaten Hotel Kipura
    LV880 Goldap in Ostpr.
    LV990 Kalinowka bei Winniza (Ukraina)
    LV1000 Berchtesgaden
    LV1100 Nieder Salzbrunn Schlesien
    LV1200 Rosengarten Ostpreussen
    LV1300 Buedingen in Hessen
    LV1400 Wasserburg am Inn
    LV1700 Dno im Norden der UdSSR,
    LV1800 Staraja Russa, Ilmensee
    LV2000 Bad Liebenstein
    LV4000 Umratshausen bei Prien
    u.v.a.m. Interessant die LV1100 wurden als Luftwaffenvermitttlung im FHQ Objekt Riese in Nieder Salzbrunn (Walbrzych - Szczawienko) als Ausweich-HQ der OKL, Deckname IRENE gefuehrt (nach K.O. Hofman Lufnachrichtentruppe).
    Als Quartier LV1100 in Niedersalzbrunn kommen Einrichtungen in repraesentativen (grossen) Gebaeuden (Gymnasien, Landsitze des Adels, Schloesser, Hotels, etc.) oder Gebaeude am Rand des
    Orts in Frage die man fuer diese Zwecke requirierte.

    Der weibliche Vorname IRENE deutet auf die Unterbringung in einem Keller
    (Brauerei oder Felsenkeller) hin.

    Die Ln- Truppe errichtete Ihre LV's gebunkert.
    • IRENE, die Ln Vermittlung in Nieder Salzbrunn wird mit 10 Fernsprechleitung von RUEDIGER abgestuetzt und bildet damit eine zusaetzliche Masche!
    • IRENE liegt oertlich Nahe zur Burg Fuerstenstein (Ksiaz)
    • IRENE ist bereits durch die Ln- Truppe als Anschaltpunkt vorbereitet und existiert!
    • Nach Abbildung 57 und der Lage von Bad Charlottenbrunn, Schweidnitz, des Komplexes RIESE nebst Bahntunnel im Ochsenkopf muss die Leitungsfuehrung an der Strasse / Bahn in Richtung Schweidnitz (Swidnica) verlaufen!
    • Interessant ist auf der Zeichnung von M. Kisiel ein Verstaerker in (Jugowice) Hausdorf und Reichenbach (Dzierzoniow, der Standort einer Luftwaffenvermittlung (LV) September 1939).

    Das Gelaende im Eulengebirge hat sich gegenueber 1962 derartig veraendert, das im Gelaende nur mit Schwierigkeiten ehemalige Standorte finden oder vermuten lassen... (Baumaerkte, Strassen.. Autobahnen, Gewerbegebiete etc.)
    bis zum naechsten part, freundlichst willy

  10. #20
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    AW: Objekte im Bereich FHQ Riese

    weitere Nachrichtenzentralen und Fuehrungsstellen

    etwas abschweifend bzgl. riese moechte ich aus heutiger sicht der pferde aus holz vom bund "budestrojaner und der vorratsdatenspeicherung" in eine etwas aeltere zeit (nicht der der milkes) abschweifen. in allen groszen nachrichtenbunkern des wk2 gab es raeume fuer die abwehr. hier wurden die leitungen am gestell ausgeschleift und am pult zur verfuegung gestellt. sogenannte fernkabel im durchgang wurden "angeschliffen", so der jargon der damaligen horcher.. hochohmig wurde an die "aufleuchtende" verbindung gegangen.... das nicht nur in schlesien sondern europaweit... empfohlene literatur "DAS REICH HOERT MIT" und andere z.B. Gellermann, Irving, Piekalkiewicz es gab zu den von den anfaengen des 3.reiches bis zum ende des wk2 m e h r e r e dienste die sich profilierten. am besten war die truppe goehrungs Forschungsamt des RLM neben dem Horchdienst der DRP (RSHA, DNB u. Abwehr OKW)

    ZEPPELIN/ Zossen/Wuensdorf suedlich Berlin Vermittlung des OKH
    HEKTOR/Amt 501 Zossen/Wuensdorf suedlich Berlin Vermittlung des Heerestransportwesens
    RKM, RAM OKW im Bendlerblock
    OLGA/Amt 10 Ohrdruff suedlich Gotha, OLGA war der Deckname fuer das Gesamtvorhaben der Ausweichfuehrungsstelle im Raum Gotha - Ohrdruff - Oberwiesenthal!
    KURFUERST Potsdam Wildpark ObdL
    KORALLE OKM in Bernau / Lanke ObdM
    HAGEN Vermittlung des Wehrmachtsfuehrungstabes (WFSt) in Zossen
    ANNA, Annabu Langname Anna-Bu, in Mauerwald bei Angerburg/Pommern,
    dublierend nach Zeppelin/Amt 500 (schaltbar bei Rueckzug des OKH aus FHQ Wolfsschanze bei Rastenburg)

    Fuer viele staatlichen Dienststellen wurden Informationen auf (auch die der diplomatischen Vertretungen) Fernsprechleitungen, auf Telegraphenleitungen, Rundfunksendungen, auf Funkverbindungen und der Briefverkehr aufgeklaert und verdichtet (Breslau-Hartlieb ...Wroclaw- Partynice und die Deutsche Reichspost in Breslau-Herdhausen, Rittergut Herdhausen bei Breslau Klettendorf). Breslau war auch schon zur damaligen Zeit ein wichtiger Nachrichtenknoten mit internationalen Fernmeldekabeln (Fk26). Das FAdRLM und deren Rueckzug aus Breslau-Hartlieb (Wroclaw- Partynice) Febr. 1945 ist ein Beleg fuer Aktenvernichtung und Demontagen im Januar 1945 beim Vorruecken der Roten Armee.

    FAdRLM Struktur (vereinfacht)

    Abteilungen Arten der Forschungsstellen

    Abt. I Verwaltung A-Stelle Telefonueberwachung
    Abt. II Personal B-Stelle Funkueberwachung
    Abt. III Erfassungsansatz C-Stelle Rundfunkueberwachung
    Abt. IV Dechiffrierabteilung D-Stelle Fernschr.- u. Telexueberwachung
    Abt. V Auswertung F-Stelle Briefueberwachung
    Abt. VI Technisches Amt

    Abbildung 86 Beamter Forschungsamt des
    Reichsluftfahrtministerium, Quelle: David Irving „Reich Hoert mit“

    Forschungsleitstellen in Berlin
    FS A 1 Berlin
    FS A 2 Berlin
    FS A Nordhausen
    FS A Peenemuende (Nordhausen u. Peenemuende Problematik V- Waffen)
    FS B Luebben
    FS C Luebben
    FS B Templin
    FS C Berlin (ab 1943 aufgeteilt auf B-Stellen Breslau, Luebben, Konstanz)
    FS D Berlin Haupttelegraphenamt

    Gruppe Ost
    Forschungsleitstelle Breslau
    FS A Danzig
    FS B Breslau
    FS A Koenigsberg
    FS A Riga
    FS A Reval
    FS A Litzmannstadt
    FS A Kattowitz
    FS B Leba
    FS C Leba
    FS A Warschau
    FS A Kowno
    FS A Posen
    FS A Dorpat

    Darueberhinaus gab es die Forschungsleitstellen Sued, Suedost, West, Nord.
    Die verdichteten Ergebnisse wurden als „Geheime Reichssache“ auf „braune Blaetter“ geschrieben und den Dienststellen zeitlich beschraenkt zur Verfuegung gestellt, anschliessend eingezogen und vernichtet.
    Paralelle, konkurierende Dienste zum Forschungsamt des RLM wurden von der Abwehr des OKW, von der Reichspost, vom Deutschen Nachrichten Buero (DNB) und vom RSHA unterhalten. Im Nachrichten - Bunker ZEPPELIN gab es einen extra Raum fuer diese Beamten der Abwehr.

    riese mal anders, bis denne willy

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