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Thema: Fürstenwalde: Fuchsbau

  1. #1
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    Fürstenwalde: Fuchsbau

    Hallo, hier einige aktualisierte Infos zum Weltkriegs-Fuchsbau Fürstenwalde:

    Zwischen 1943 und 1945 wurden in den Bergen bei Rauen die Betonröhren des "Fuchsbaus" für die Waffen-SS gegossen. Hier entstand in nur einem Jahr die wichtigste unterirdische Fernmeldezentrale der SS. Der Bunker sollte mit einer 25 m starken Überschüttung aus 500.000 m³ Sand gegen Luftangriffe geschützt werden. Als im März 1945 die Bauarbeiten wegen der Frontnähe eingestellt wurden, war der Bau unvollendet und nur mit 7 m Sand bedeckt. Die SS stellte den zivilen Baufirmen Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen zur Verfügung. In dem eigens errichteten Aussenlager an der Autobahn bei Ketschendorf waren zeitweise bis zu 1000 Häftlinge eingesperrt.

    Der ehemalige norwegische Häftling Odd Magnussen schildert in seinem Buch "Vi Ventet" ausführlich das Leben und Sterben im einstigen KZ-Lager bei Fürstenwalde.
    Heute befindet sich an der Stelle, wo sich das Eingangstor zum damaligen Außenlager Ketschendorf des KZ Sachsenhausen befand, ein Gedenkstein mit dem Abbild des Lagers.
    Durch Aussagen eines Ingenieurs aus dem damaligen leitenden Konstruktionsbüro des "Fuchsbaus" von 1943 und Offizieren, die bis 1945 im "Fuchsbau" dienten, sowie der Sichtung von verschollen geglaubten Baudokumenten und Aufzeichnungen von am Bau beteiligten Firmenangehörigen besteht nun Klarheit über Zweckbestimmung, geplantes Aussehen, den Bauablauf und die Funktion der Anlage. So begann die SS im Herbst 1943 in Oranienburg mit den Planungen für ihre unterirdische Nachrichtenzentrale und ließ den Bunker "Fuchsbau" und eine Funkbaracke am Osthang einer ehemaligen Kiesgrube im Jagen 116 der Rauener Berge bauen.

    Trotz mehrerer Planungsänderungen und ständigem Materialmangel konnte nach nur einjähriger Bauzeit ab November 1944 der Dienstbetrieb im Bunker aufgenommen werden.
    Außen begann die Überschüttung des Röhrensystems. Durch das Kriegsende wurde der Bunker außen aber nicht mehr fertig. Die beiden Zerschellschichten zum Schutz vor Bomben und eine Verlängerung des Personalstollens um weitere 50m konnten nicht mehr realisiert werden. Von den beiden Treppenstollen der Notausgänge an der Westseite konnten nur noch die untersten Abschnitte gebaut werden. Der größte Teil der Räume wurde durch Nachrichtentechnik beansprucht. Nur der Leiter der Nachrichtenstelle und sein Stabschef verfügten über eigene Dienstzimmer im Bunker. Ende 1944 hatte die Waffen-SS ein eigenes Fernschreibnetz entfaltet, daß sich wie ein Spinnennetz zwischen Riga, Warschau, Prag, Wien, München, Metz, Apeldoorn und Berlin ausbreitete. Alle Leitungen dieses Netzes liefen im "Fuchsbau" zusammen, der noch im Oktober 1944 der Führungsnachrichtenabteilung 501 der Waffen-SS und zu Kriegsende dem Kommando von Obersturmbannführer Erwin Schumacher unterstellt wurde.

    Als sich die Panzer der Roten Armee Fürstenwalde im April 1945 näherten, verließen die letzten SS-Einheiten den "Fuchsbau" in Richtung Zossen und machten die zurückgelassene Technik unbrauchbar. Die Geräte und Baumaterialien wurden später demontiert und einzelne Stollen durch die sowjetischen Truppen gesprengt.
    Die Reste wurden weitgehend von der Bevölkerung im zerstörten Ketschendorf und anderen Orten verwertet.

    Quelle: http://NVA-Fuchsbau.privat.t-online.de
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Waldwichtel
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    AW: Weltkriegs-Fuchsbau

    Netter Beitrag!

    Aber Bitte erst lesen dann posten...

    http://forum.hidden-places.de/showth...light=fuchsbau

    Achtung, Link führt ins Leere! (Ist einfach verschwunden.)
    "Wir dürsten nach Wissen und ersaufen in der Information."

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