Seite 1 von 10 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 91

Thema: Merseburg: ehemaliger Fliegerhorst

  1. #1

    Merseburg: ehemaliger Fliegerhorst

    Hallo ,
    hatte letzte Woche das Museum am Flugplatz Merseburg besucht (lohnt sich) und bin dort an einem Aushang auf eine Kopie einer Zeitungsmeldung
    gestoßen. Es war ein Artikel über ein Gespräch mit dem letzten "Chef" kurz vor dem Abzug der Sowjets. Es ging um die Frage
    ob der Flugplatz über ein Tunnel-/Bunkersystem noch aus der Zeit der Deutschen verfügt. Es wurde der Verdacht geäußert
    das dort ein Sonderkommando seinen Sitz hatte und event. Giftgas gelagert sein sollte. Der letzte "Chef" der Sowjets bestätigte
    Vorfälle nach der Übernahme, z.B. das mehrere Soldaten die über verschiedene Zugänge in das Tunnelsystem eindrangen
    nie mehr zurück kamen. Man hatte daraufhin alle bekannten Zugänge zu betoniert..... auch ne Lösung .
    Hat irgendjemand eine Info ob das irgendwie weiterverfolgt wurde, ob der Untergrund auf Hohlräume untersucht wurde?
    Vielleicht gibt es noch Zeitzeugen die von einer event. Anlage eine Ahnung haben?
    Oder war das ein Hirngespinnst?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
    Registriert seit
    19.03.2005
    Ort
    Berlin
    Alter
    40
    Beiträge
    3.935
    Zitat Zitat von haskerik Beitrag anzeigen
    Hallo ,
    hatte letzte Woche das Museum am Flugplatz Merseburg besucht (lohnt sich) und bin dort an einem Aushang auf eine Kopie einer Zeitungsmeldung
    gestoßen. Es war ein Artikel über ein Gespräch mit dem letzten "Chef" kurz vor dem Abzug der Sowjets.
    Willkommen im Forum haskerik,
    ich erlaube mir mal die entsprechenden Zeitungsmeldungen hier zu posten, viel Spass beim Lesen.

    Leider ist die Bildfolge durcheinander gekommen beim hochladen. Bitte an den Dateinamen orientieren.

    Die Aussage vom Regimentskommmander* (85. Garde-Jagdfliegerregiment) ist zutreffend. Als einzig "unterirdische" Anlagen gelten die beiden Gruben in der nordwestlichsten Bogendeckung für den Sonderwaffeneinsatz. Interessant auf jeden Fall noch einer der drei Lagerbunker des Standartmunitionslager - der wurde in den Geschossfangkorb des Schießstandes hineingebaut bzw. unmittelbar davor gesetzt. Ein Foto davon ist zu sehen auf den Ausstellungstafeln.

    * Da will ich mich nicht festlegen, kann auch der Divisionskommandeur sein
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
    Registriert seit
    19.03.2005
    Ort
    Berlin
    Alter
    40
    Beiträge
    3.935
    In diesen Buch hier lass ich auf Seite 267 folgende Passage:
    Der Jungfernflug des "Mammut" im März 1941 war vielleicht einer der aufwendigsten in der Geschichte der Luftfahrt. Am Ende der des Junkers-Werksflugplatzes Merseburg mußte eine fünf Kilometer lange, breite Schneise in den Wald geschlagen werden. Ein viermotorige Ju 90, die den "Mammut" schleppt, quälte sich torkelnd in die Luft und brauchte dabei jeden Meter der vorhanden Startpiste.
    Weiß jemand ob das stimmt und wo sich diese Schneise befunden haben soll?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Junkers_Ju_322
    http://www.fantastic-plastic.com/Ju322MammutPhoto.jpg
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  4. #4
    Benutzer
    Registriert seit
    07.01.2009
    Ort
    Merseburg
    Alter
    59
    Beiträge
    80
    Hallo@ büttner, Über die Tunnelung gibt es hier viele"Sagen". Es soll 2 Tunnel zu den BUNA Werken gegeben haben. Warum und weshalb ist unklar. Verifiziert ist meines Wissens keiner. Wäre bei der Übernahme wohl aufgefallen. In der alten Waffenmeisterei sollen auch chemische Kampfstoffe gelagert wurden sein. Wurde nach der Wende gehörig beäugt. Man fand Schweinesch...
    Bei der 5 km Schneise habe ich auch so meine Zweifel der Baumbestand ist dort nicht so alt und war auch meines Wissens nicht so umfangreich.
    Grüße tommy

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
    Registriert seit
    19.03.2005
    Ort
    Berlin
    Alter
    40
    Beiträge
    3.935
    tommy, ein größeres Waldgebiet in Randlage des Flliegerhorstes kenne ich nicht. Komische Geschichte irgendwie.
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  6. #6
    Gesperrt
    Registriert seit
    12.11.2011
    Alter
    36
    Beiträge
    472
    "...gingen Soldaten in die Gänge,die ins Dunkel führen.Einige kamen nicht wieder..."

    hier mal ein grober Lageplan von Merseburg von 1937:

    [FK: Abbildung gelöscht]
    Geändert von Frank K. (26.06.2012 um 15:00 Uhr)

  7. #7
    Moderator Avatar von Frank K.
    Registriert seit
    19.03.2009
    Ort
    Landkreis Hannover
    Alter
    60
    Beiträge
    4.596
    @Marco123
    » ich habe die Abbildung aus deinem vorigen Beitrag aus urheberrechtlichen Gründen entfernt. Es war kein Copyright und kein Hinweis auf Freigabe zum Posten enthalten.

    Grüße Frank

  8. #8
    Benutzer
    Registriert seit
    07.02.2012
    Ort
    Merseburg
    Alter
    36
    Beiträge
    72
    Hab da mal noch einen interessanten Artikel der Mitteldeutschen Zeitung v. 23.10.1991 rausgekramt.

    43 - Zeitungsbericht MZ 23.10.1991.jpg

    Es gibt viele Vermutungen von unterirdischen Räumen und geheimen Projekten die bis 1945 dort stattfanden. Das meiste ist überhaupt nicht belegbar. Fakt ist jedoch, dass es tatsächlich unterirdische Räumlichkeiten unter dem Flugplatz und auch der Waffenmeisterei gab. Welchem Zweck diese dienten, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Nach der Übernahme der Liegenschaften durch die Stadtverwaltung wurden Begehungen durchgeführt. Die festgestellten unteriridischen Anlagen waren teils in einem ruinösen Zustand. Vollgemüllt, munitionsbelastet und teilweise eingestürzt.

    Zum Beitrag #4: Es gibt eine unterirdische Verbindung vom Flugplatz zur Waffenmeisterei. Es handelt sich hierbei um einen Versorgungsschacht (vmtl. Heizleitungen), nicht unbedingt geeignet zur Begehung durch Personen. Bei der Übernahme der Waffenmeisterei wurden unterirdische Räume festgestellt und auch begangen. Da auf dem Gelände im großen Stile durch die Russen Schweine gehalten wurden, wurden deren Exkremente einfach in die unter den "Ställen" befindlichen Räume gekippt. Man fand dort u. a. einen Raum von ca. 8 m Höhe und einer Bodenfläche von 20 x 25 m. Weitere Räume, wie Luftschutzkeller und Schießbahnen, waren auch noch vorhanden.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
    Registriert seit
    19.03.2005
    Ort
    Berlin
    Alter
    40
    Beiträge
    3.935
    Zitat Zitat von Scirocco Beitrag anzeigen
    Hab da mal noch einen interessanten Artikel der Mitteldeutschen Zeitung v. 23.10.1991 rausgekramt.

    43 - Zeitungsbericht MZ 23.10.1991.jpg
    Danke für den Artikel, im Luftfahrtmuseum auf dem FP Merseburg hängen ja etliche solche Artikel im ähnlichen Tenor.

    Seit Februar diesen Jahres ist übrigens auf www.16va.be ein interessantes Fotos online verfügbar von der Französischen Militärverbindungmission. Zunächst war es ohne Ortsangabe gewesen aber in dieser Konstellation konnte nur der FP Merseburg als Aufnahmeort in Frage kommen:
    http://www.16va.be/page_mi-24_has.html

    Der auf dem Bild sichtbare Hubschrauber gehörte zu einer Selbst. Hubschrauberstaffel der Feuerunterstützung, diese Staffel verlegte im Zeitraum 1989 nach Brandis und formierte mit anderen Staffeln zum 485. Selbst. Hubschrauberregiment der Kampfführung um. Noch 1990 wurden wohl Mi-24 Kampfhubschrauber in Merseburg gesehen. Das Thema wurde aber in der jüngeren Vergangenheit verschiedentlich und umfänglich thematisiert an anderer Stelle.

    Zum Thema Brandis und das dortige Hubschrauberregiment:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Flugpla...dis-Waldpolenz
    1989 wurde das 485. selbstständige Hubschrauberregiment auf dem Flugplatz neu formiert, es setzte sich aus vier anderen auf mehreren Flugplätzen stationierten Kampfhubschrauberstaffeln zusammen.
    Geändert von Büttner (28.10.2012 um 18:15 Uhr) Grund: wikipedia-verlinkung plus zitat
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  10. #10
    Benutzer
    Registriert seit
    07.02.2012
    Ort
    Merseburg
    Alter
    36
    Beiträge
    72
    sehr interessant ...

    Ich bin aber etwas skeptisch ob das Foto in Merseburg gemacht wurde. Deckung und MI würden ja passen. Die Standplätze der Hubschrauber befanden sich im südwestlichen Teil des Flugplatzes (?) gegenüber einer großen Zahl von Deckungen. Die Erhebung/Anhöhe hinter der Deckung kenne ich so nicht. Angenommen das Foto ist i. R. Süden (Atzendorf und Geusa) aufgenommen, dann würde dahinter nur Feld, Büsche und Bäume kommen.

    51 - Bogendeckung, südwestlicher Bereich Flugplatzgeände.jpg 52 - Bogendeckung, südwestlicher Bereich Flugplatzgeände.jpg

    Die Fotos zeigen die einzig noch erhaltene Deckung im südwestlichen Teil des FP. Speziell das 2. Foto ist i. R. Süden gemacht. Dahinter sieht man keine solche Erhebung wie auf dem Ursprungsfoto.

    Könnte es sich auf dem Ursprungsfoto um Rollwege und/oder die SLB handeln?

    Interessant wäre auch, wo der Standort des Fotografen war. Ich gehe davon aus, dass das Foto i. R. Süden gemacht wurde. Somit der Fotograf sich im Norden außerhalb des FP-Geländes aufhielt. Im Nordwestteil des FP stehen jetzt noch Deckungen, dahinter kommt Feld. ??

    Kann es sein, dass es durch das Heranzoomen an die Objekte zu einer Verzerrung des Hintergrundes gekommen ist?

Seite 1 von 10 123 ... LetzteLetzte

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •