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Thema: SLAR-Bunker Luftwaffe RF-4E

  1. #1
    molniya3
    Gast

    SLAR-Bunker Luftwaffe RF-4E

    @molniya3,
    dienten die "SLAR-Bunker" zum Echtzeit-Empfang oder zur nachfolgenden Auswertung der entsprechenden Datensätze?
    Ich hatte es immer so verstanden das es nur vorgesehen war mit einem untergehangenen Rumpfbehälter die Daten des SLAR der Phantom in Echtzeit zu übertragen aber real sei es wohl nie dazu gekommen.
    m.E. korrekt, obwohl hier steht "in Echzeit an Bodenstellen übermittelt" http://www.bredow-web.de/Luftwaffenm...4_phantom.html
    "SLAR-Bunker" geplant/gebaut in Bremgarten (Süd), Rheine (Mitte), Leck (Nord)

  2. #2
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    Die verschiedenen - dt. - Beschreibungen sagen aus das sich das SLAR in einem Behälter unter dem Rumpf befunden haben soll. Geht man aber in die Details zeigt es sich das es so nicht richtig ist.
    Das SLAR befindet sich im Vorderrumpf, zu beiden Seiten, Höhe Pilotenkabine. (So zeigen es die verschiedenen Darstellungen auf)

    Die Übertragungstechnik folglich in einem Behälter unter dem Rumpf. Es fällt auf das keine Fotos eines dt. RF-4E mit diesem Behälter aufzutreiben sind oder explizit erwähnt werden. (Außer die Zeichnung im verlinkten PDF)

    U. a. daraus erlaube ich mir die Schlussfolgerung das dieses Übertragungsystem nicht in die Truppe eingeführt wurde.

    Ein lesenswerter Link zur fachlichen Vertiefung.

    Zu Bremgarten, Rheine und Leck: An welchen Standorten wurden die notwendigen Infrastrukturen tatsächlich gebaut?
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  3. #3
    molniya3
    Gast
    Zu Bremgarten, Rheine und Leck: An welchen Standorten wurden die notwendigen Infrastrukturen tatsächlich gebaut?
    Leck und Rheine definitiv, Bremgarten weiß ich nicht, vermutlich auch.
    In Rheine saßen zuletzt die Kalibrierer drin.
    Da die Spezialgebäude ("SLAR-Bunker") nicht mehr für die eigentlichen Zwecke genutzt wurden, gehe ich davon aus, daß die Echzeit-Übertragung noch nicht lief. Müsste ich mal nachfragen lassen.

  4. #4
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    Zitat Zitat von molniya3 Beitrag anzeigen
    Leck und Rheine definitiv, Bremgarten weiß ich nicht, vermutlich auch.
    In Rheine saßen zuletzt die Kalibrierer drin.
    Da die Spezialgebäude ("SLAR-Bunker") nicht mehr für die eigentlichen Zwecke genutzt wurden, gehe ich davon aus, daß die Echzeit-Übertragung noch nicht lief. Müsste ich mal nachfragen lassen.
    Vorschläge:
    Rheine-Hopsten
    Bremgarten
    Leck

    PDF gelesen? Rückseite beachten, das dürfte die Technik sein um die es geht.
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  5. #5
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Stefan,
    von wann ist denn dieses PDF-Druckwerk ? Auch aus anfangs der 70er, wie die Karten. Ich hoffe doch mal nicht, dass so was noch in den 90ern verbaut werden sollte.

    Grüße Frank

  6. #6
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    .....
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    Nachtrag zur zweiten Frage:
    Seit so mind. 20 Jahren nutzt man den Recce-Tornado. Bei meinen Recherchen dazu habe ich lediglich die Aufklärungstechnik berücksichtigt. Vor einem Jahr hat man aber neue Technik (Recce-Lite) in die Truppe eingeführt, Beschreibung im Link Beitrag #14. Weitervertiefend dieses PDF, dort wird auch die Bodenstation dargestellt, ein LKW ....

    Mit dem Tornado würde theoretisch aber auch noch die Möglichkeit bestehen - ohne Nutzung Recce-Lite - vermittels einer Funksprechverbindung Aufklärungsergebnisse zu übermitteln. Ich zitiere aus meinen Fliegerrevueartikel:

    Der haifischförmige GAF-RECCE-Pod (Markierung UW) mit einer Masse von 545 kg eignet sich besonders für die Tieflugaufklärung in Höhen von 60 bis 2400 Meter. Die drei Sensorstationen beinhalten zwei klassische Luftbildkameras mit Nassfilm und einen Infrarot-Linescanner. Im Bug um 21 Grad nach unten in Flugrichtung ausgerichtet befindet sich die von Carl Zeiss Optronics entwickelte Kamera KS-153 TriLens mit dreilinsigem 80-mm-Objektiv für Reihenaufnahmen. Vertikal in der Mitte des GAF-RECCE-Pod mit 135 Grad quer zur Flugrichtung kann wahlweise eine weitere KS-153 oder eine KS-153 PentaLens mit fünflinsigem 57-mm-Objektiv mitgeführt werden. Der im Heck untergebrachte vertikale Infrarot-Linescanner (IRLS) vom US-Hersteller Honeywell erfasst einen Bereich von bis zu 180 Grad quer zur Flugrichtung und ist für Schlechtwetter und Nachtaufnahmen vorgesehen, wobei er Wärmeabstrahlung in Videosignale umwandelt. Die Informationen können in Echtzeit auf einem zusätzlich installierbarem Display vom WSO während des Flugs ausgewertet werden.
    Bild vom Display anbei, dort würde ein Videobild eingespielt werden. Allerdings sind da noch Unklarheiten dieses Display betreffend übrig geblieben, die Geheimhaltung spielt da leider eine Rolle bei.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Büttner (27.11.2010 um 23:27 Uhr) Grund: Ergänzung
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    Zitat Zitat von molniya3 Beitrag anzeigen
    An Standorten wie Leck oder Rheine und Bremgarten wurden in den 80ern noch sogenannte "SLAR-Bunker" für die RF-4E Phantom, dem damaligen Aufklärungssystem auf Basis der F-4 gebaut. In Rheine wurde dieser oberirdische Sonderbau zu diesem Zwecke nicht mehr genutzt, es zogen da z.B. die Kalibrierer rein.
    Habe mich nun mal vor Ort schlau gemacht. Es ist tatsächlich so wie dargestellt und auch wie in der Broschüre von 1971 erklärt. Allerdings muss man das SLAR und deren Datenübermittlung zeitlich von diesen geschützten Bauwerken trennen.

    Zum einen hatten die dt. RF-4E in den Rumpfbug integrierte SLAR-Antennen und zum anderen gab es zur Reichweitenerhöhung ein weiteres SLAR-System mit zusätzlicher Echtzeitübertragung in einem Behälter unter dem Rumpf.
    Und da dieser Behälter exakt genauso wie ein üblicher Kraftstoffzusatzbehälter - also faktisch visuell nicht identifizierbar - aussieht ging ich fälschlicher Weise davon aus das es nur geplant war dieses System in die Truppe einzuführen.

    Im Anhang mal eine so eine RF-4E ....
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  8. #8
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Allerdings muss man das SLAR und deren Datenübermittlung zeitlich von diesen geschützten Bauwerken trennen.
    Ja, so in etwa meine ich es ja. Den zu diesem Zeitpunkt brauchte man diese 'Gewalttechnik' von Ende der 60er nicht mehr um irgendein bearbeitetes Videobild vor Ort zu Übertragen und nutzen. Siehe auch das Display auf deinem Foto.

    Zum einen hatten die dt. RF-4E in den Rumpfbug integrierte SLAR-Antennen und zum anderen gab es zur Reichweitenerhöhung ein weiteres SLAR-System mit zusätzlicher Echtzeitübertragung in einem Behälter unter dem Rumpf.
    Und da dieser Behälter exakt genauso wie ein üblicher Kraftstoffzusatzbehälter ...
    Das wundert mich schon etwas. Ich kenne diese Lösung nicht im Detail, habe also dazu nur allgemeine Kenntnisse. Aber, das SLAR nutzt in erster Linie eine Antenne mit einer realen Apertur (diese bestimmt im Endeffekt die Auflösung und die ist vorgegeben). Und das bedeutet, dass diese Antenne eine angemessene geometrische Größe haben muss, um eine zulängliche Winkelauflösung zu erreichen. Die liegt hier in der Größenordnung bis zu einem Meter. Mir erscheint der Behälter dafür zu klein. Es wäre auch gut zu Wissen, wo an der Maschine die Antenne angebracht war. M.E. kommt dafür wegen der Größe der Bereich vor den Lufteinlässen der Turbine in Frage.

    Im Behälter kann ja nun nur tatsächlich die (nunmehr andere) Übertragungstechnik gesteckt haben.

    Grüße Frank

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    Frank,

    der Behälter ist genau unter dem Rumpf, siehe Foto. Nur man weiß eben nicht ob es ein Tank ist oder der Aufklärungs- und Übertragungsbehälter. Sollte man vermutlich auch nicht so wissen.

    Die SLAR-Antenne an den Seiten des Behälters ist im PDF eingezeichnet.
    Die SLAR-Antenne im Behälter ist größer - geschätzt 2 Meter - als die fest eingebaute Antenne - so ein Meter lang - im Vorderrumpf, unterhalb Pilotenkabine.
    Im Behälter befindet sich beides, SLAR und Sender zur Übertragung der SLAR-Daten.

    Momentan hat es den Anschein das Ende der 1980er-Jahre begonnen wurde die Bodenstation für die Echtzeitübertragung der SLAR-Daten aus dem Behälter in geschützen Bauwerken unterzubringen. Zwei Bunker wurden wohl real gebaut. der dritte vermutlich nicht mehr.
    Das System war da aber schon mind. 15 Jahre in Betrieb! Ich gehe davon aus das lediglich SLAR-Daten permanent übermittelt wurden - ohne das die Besatzung eigentlich im Detail sah (im Cockpit, ggf. Display) was genau erfasst, gespeichert und versendet wurde.

    Was wir nicht wissen ob in der RF-4E ein Videobild verfügbar war das sich aus den Daten des internen und externen SLAR speiste. Ich schätze eher nicht.
    Beim Tornado ist das der Fall.

    Ich bin noch dran, mal sehen was noch kommt.
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  10. #10
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Die SLAR-Antenne an den Seiten des Behälters ist im PDF eingezeichnet.
    Die SLAR-Antenne im Behälter ist größer - geschätzt 2 Meter - als die fest eingebaute Antenne - so ein Meter lang - im Vorderrumpf, unterhalb Pilotenkabine.
    Stefan,
    irgendwas verstehe ich nicht so recht. Wir reden doch über das PDF in #24 ? Wo steht denn da was von SLAR und wo ist die 2m Antenne.

    Die Funktion ist neben dem Text doch gut im Bild auf Seite zwei oben zu erkennen. Digitale Aufnahmen unter und seitlich der Maschine mit mehreren unterschiedlichen Sensoren und mit Technik für die digitale Übertragung der Daten versehen. Vielleicht hat es gleich mit die Daten des SLARs aus der Maschine übertragen ? Wäre sinnvoll und so machbar.

    Übrigens habe ich zusätzlich gemeint (und zuvor nicht hingeschrieben), dass die Größe der Antenne für ein SLAR von bis zu einem Meter vertikal gemeint ist.

    Und es gab in den 80ern eine Spezialentwicklung die aus der Phased-Array-Technologie abgeleitet wurde und zu modifizierten SLAR Systemen führte. Deren Antennen konnten dann tatsächlich kleiner sein, waren aber hochkomplexe technische Systeme. Zuvor sollten wir klären, wie das vorige einzuordnen ist.

    Grüße Frank

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