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Thema: Leeskow: SS-Truppenübungsplatz "Kurmark"

  1. #1
    Administrator Avatar von Martin K.
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    Leeskow: SS-Truppenübungsplatz "Kurmark"

    Durch Zufall bin ich heute auf bauliche Überreste des SS-Truppenübungsplatz "Kurmark" gestossen.

    Im Herbst 1943 wurde in Brandenburg mit der Errichtung des SS-Truppenübungsplatzes Kurmark begonnen. Der SS Truppenübungsplatz entstand um das Dorf Jamlitz bei der Kleinstadt Lieberose.

    Zum Jahreswechsel 1942/43 wurde mit einer signifikanten personellen Verstärkung der Waffen-SS Verbände begonnen. Zur Realisierung dieses massiven Ausbaues der Truppenstärke mussten die vorhandenen Unterkünfte und Ausbildungskapazitäten erweitert bzw. neue geschaffen werden. Daher beschloss das SS-Führungshauptamt die Errichtung von vier neuen Truppenübungsplätzen. Zu diesen zählte der SS-Truppenübungsplätze Kurmark bei Lieberose in Brandenburg, der SS-Truppenübungsplatz Westpreußen bei Bruss in Westpreußen, der SS-Truppenübungsplatz Seelager in Dondangen (Lettland) und der SS-Truppenübungsplatz Moorlager bei Bereza Kartuska im Generalgouvernement Polen. In welchem Ausmaß Zwangsarbeiter zum Ausbau des Truppenübungsplatzes eingesetzt wurden, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Bekannt ist, dass KZ-Insassen aus dem KZ Sachsenhausen an der Errichtung der Anlagen des SS-Truppenübungsplatzes Kurmark beteiligt waren. Der SS-Truppenübungsplatz umfasste eine Fläche von 38.854 Hektar. Zur Errichtung des Übungsplatzes wurden 17 Dörfer zwangsumgesiedelt.
    Quelle: Wikipedia
    Link: http://de.wikipedia.org/wiki/SS-Truppenübungsplatz_Kurmark

    Anbei einige Impressionen eines Objektes (Objekt 2).

    Link zu Google Maps:
    Objekt 1 - http://maps.google.de/maps?ll=52.017...h&z=19&vpsrc=6
    Objekt 2 - http://maps.google.de/maps?ll=52.024...h&z=19&vpsrc=6
    Objekt 3 - http://maps.google.de/maps?ll=52.018...h&z=19&vpsrc=6

    BG
    Martin
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  2. #2
    Administrator Avatar von Martin K.
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    Zum Aufbau des Truppenübungsplatzes wurden von der SS auch Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen eingesetzt. Unter unmenschlichen Bedingungen wurden sie im Außenlager bei Jamlitz zusammengepfercht und von hier zur Zwangsarbeit abkommandiert, vor Ort erinnert heute eine Freiluft-Ausstellung.

    http://forum.hidden-places.de/showth...0422#post70422

  3. #3
    Administrator Avatar von Martin K.
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    Auf einer Informationstafel in Jamlitz ist eine Übersichtskarte des Truppenübungsplatzes zu finden.

    Quelle der Karte: Bundesarchiv Berlin

    BG
    Martin
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  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    Ach ...... das ist ja das Gebiet des späteren sowj. TÜP Drachhausen!?!
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  5. #5
    Administrator Avatar von Martin K.
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    Zitat Zitat von Büttner Beitrag anzeigen
    Ach ...... das ist ja das Gebiet des späteren sowj. TÜP Drachhausen!?!
    Erstreckte der sich nicht eher weiter südlich?

    BG
    Martin

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    Ich würde sagen der sowj. TÜP wurde nach Westen erweitert aber das Gelände auf der Karte ist auch mit drin.
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von frankk
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    Martin, wie kommst Du darauf, dass es Beobachtungsbunker waren? Ich vermute eher, dass daraus geschossen wurde. Nur der an der Straße nach Reicherskreuz gibt mir da Rätsel auf. Die Zugänge in Feindrichtung, eine Mauer behindert Schuss- und Sichtfeld und er schießt quer zu den anderen. Und es scheint dort nichts anderes aus der Zeit zu geben. Ist schon komisch.
    Viele Grüße
    frankk

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    In der Bücherei fand ich heute folgendes Buch dazu:
    Zwangsarbeit während der NS-Zeit in Berlin und Brandenburg
    Formen, Funktion und Rezeption.
    Meyer, Winfried
    Neitmann, Klaus
    Verlag für Berlin-Brandenburg


    Von Seite 177 bis 189 das folgende Kapitel:
    Jüdischer Häftllingseinsatz für das SS-Führungshauptamt
    Der SS-Truppenübungsplatz "Kurmark" und das KZ-Nebenlager "Arbeitslager Lieberose" in Jamlitz 1944-1945
    von Andreas Weigelt


    Hinsichtlich dem Gedenkort gibt es auf dem Galgenberg in Lieberose ein Anfang der 1970er-Jahre geschaffenes Urnengrab mit dem "Signum der politischen Häftlinge".

    Ansonsten zitiere ich mal aus dem Buch, Quelle oben angegeben:
    Im "Kommando Ullersdorf" errichteten mindestens 1000 Häftlinge fünf Kilometer nördlich von Jamlitz einen Kasernenkomplex. Ein Luftbild aus dem Jahre 1935 zeigt noch die Fundament von 35 Bauwerken in einer Ausdehnung von zwei bis drei Kilometern im Wald. Nur einen Kilometer nordöstlich des Bahnhofes entstand eine ähnliche Anlage. Bei Leeskow, ca. fünf Kilometer nordöstlich von Jamlitz, wurden durch Häftlingsarbeit eine Anzahl von Betonbunkern, Schießscharten und -schanzen in die Landschaft gesetzt.
    Bei der Nach- und Umnutzung des Geländes durch die Rote Armee sind bis 1994 die meisten Baulichkeiten abgerissen oder überprägt worden, ...
    Leider werde ich aus dem geschriebenen nicht so ganz schlau da nicht eindeutig erkennbar wird wo sich das eigentliche Lager befand das beschrieben wird. Hier und da werden Gebäude im Ortsteil Jamlitz beschrieben.

    Aus dem Kontext heraus gehe ich davon aus das der spätere sowj. TÜP die Nachnutzung der hier beschriebenen Liegenschaft darstellt.

    Darüber hinaus scheinen die verschiedenen errichteten Anlagen und Einrichtungen eine gewisse Rolle im Rahmen der Abwehrkämpfe der sog. Berliner Operation gespielt zu haben.

    Und was hat es eigentlich mit der Liegenschaft nördlich von Ullersdorf auf sich? Ist ja ziemlich dicht an den beschriebenen Örtlichkeiten dran ......
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von frankk
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    Das Lager befand sich dort, wo jetzt die Dokumentationsstätte befindet, man kann Reste erkennen und es ist auch beschrieben. Eine Nachnutzung des SS- TÜP durch sowjetische Truppen erscheint klar, zwischen Leeskow und Jamlitz liegen die Reste im Wald :-(
    Eine Nachnutzung der Bunker direkt bei Leeskow erscheint mir aber unwahrscheinlich, zu dicht am Dorf.
    Es soll übrigens ein Artillerieübungsplatz dort gewesen sein, was die Aussage von Beobachtungsbunkern erklären würde, aber nicht die Anordnung.
    Viele Grüße
    frankk

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Büttner
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    Zitat Zitat von frankk Beitrag anzeigen
    Es soll übrigens ein Artillerieübungsplatz dort gewesen sein
    Du meinst jetzt die SS-Epoche oder Sowjetarmee?
    Rote Plätze: Online-Update (5) vom Februar 2010 Luftfahrtpublizistische Referenzen: www.flugschrift.net

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