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Thema: Weienfels: 11. Raketenbrigade

  1. #41
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    Zitat Zitat von martin2 Beitrag anzeigen
    Es gibt den summarischen Anfangsbericht, dort sind (ohne konkrete Nennung) erste Transportbeobachtungen zu R-5, R-11 und SA-2. Aber ich habe praktisch keinen Bericht zu SA-2 gefunden. Da htte ich schon einiges erwartet. Lediglich Glau wird angedeutet, da aber ber Radar-Erfassung.

    Spekulativ:
    Die Vorinformationen kamen ber Partnerdienste und drfen nicht verffentlicht werden, weil bei dem Partnerdienst die Sperrfrist noch luft bzw. weitere Sperrung angeordnet ist.


    Fla-Raketenstellung Glau: https://www.cia.gov/library/readingr...00080001-7.pdf

    Schwierig zu sagen, aber das Territorium der DDR wurde von den US-Militrs tausende Male fotografiert

  2. #42
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    So, werte Interessierte & Forscherkollegen, nach dem Ausflug ins Was war sonst noch? mchte ich wieder auf die 11. RBr zurckkommen. Es ist ja besttigt, dass die 11. RBr 1988 folgende Aufstellung hatte:

    Weienfels:
    Stab und 417. sst. Raketenabteilung (ordn) mit
    4 Startrampen
    6 Einsatzraketen
    3 Transporter
    18 bungsraketen

    Jena-Forst:
    171. und 180. ordn mit
    12 Startrampen (je 6 pro Abteilung)
    47 Einsatzraketen
    8 Transporter
    3 bungsraketen.

    Leider lsst sich, durch die damalige Situation mit dem berhaupt erst neuartigen Waffensystem der Oka, der erst angelaufenen Dislozierung und der nur einmaligen Stationierung bei der GSSD, sowie der nur kurzzeitigen Dienstzeit nicht viel vergleichen. Allerdings bin ich der Auffassung, dass die in Weienfels liegende ordn mglicherweise nur eine bungs- bzw. Lehreineinheit war, wenn auch mit der Option, im Ernstfall, aktiv eingreifen zu knnen.

    Ich denke, dass die kurzfristige Einfhrung des neuen Raketensystems 1984 der damaligen militrpolitischen Growetterlage geschuldet war (evtl. im Zusammenhang mit dem Antwort-Komplex, denn die Oka-Einheit schien wohl die Pershing 2-Stellungen der 56. Raketenbrigade der USAREUR im Visier gehabt zu haben). Das wrde besttigen, dass die RBr nicht gegen eine andere aus der Union getauscht wurde.

    Dennoch mussten die Offiziere sowie natrlich vorrangig die damit umgehenden Uffz. und Soldaten erst am gerade eingefhrten Raketensystem ausgebildet werden. Mir erscheint logisch, dass dies bei der Ausbildungseinheit in Weienfels erfolgte. Daher auch dort die recht hohe Zahl an bungsraketen. Und auch der Stabssitz mit einer evtl. hheren Zahl an Offizieren mit Lehrauftrag. Nach der entsprechenden Ausbildung mit vielen bungen zum handhabungssicheren Umgang erfolgte dann eine Versetzung zu den aktiven (evtl. ja sogar im DHS stehenden?) und dort relativ selbstndig handeln mssenden ordn nach Jena-Forst.

    Zweiter Aspekt: Im Protokoll der INF-Vor-Ort-Kontrollen findet sich die o.g. Anzahl an Raketen usw. Mich verwundert die hohe Zahl der in den Starteinheiten schon vorhandenen Trger. Hngt dies evtl. mit dem vermutlichen (?!) DHS-Status zusammen? Oder wurden die gesamten Raketen fr diese Zhlung dort nur zusammengefhrt, denn nach Lehrmeinung sollten nur die Raketen des 1. Starts in den ordn bereit stehen und der Rest eigentlich bei der BRTB liegen. Denn diese taucht ja auch nirgends auf. Was man auch nicht mit der Situation bei den Temp-S, bsp. in Knigsbrck, vergleichen kann, da hier ja ordn und BRTB am gleichen Standort lagen.

  3. #43
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    @all: Ich wei zwar, da hier zuweilen Fragen und Thesen aufgeworfen werden, die kaum einer beantworten kann ;-)

    Aber ich versuch's dennoch nochmal. Bisher diskutierten wir ber die 11. RBr so, da diese 1984 auf die Oka umgerstet wurde. Hat da jemand greifbare Beweise dazu? Oder andere Infos? Knnte es mglich sein, da die Oka schon frher (82/83) nach Weienfels/Jena-Forst kamen oder doch erst 85/86? Die Brixmis haben die dort wohl auch um 86/87 fotografiert.

  4. #44
    Erfahrener Benutzer Avatar von martin2
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    Zitat Zitat von demo01 Beitrag anzeigen
    Bisher diskutierten wir ber die 11. RBr so, da diese 1984 auf die Oka umgerstet wurde.
    Diskutierten wir so?

    In meinen Aufzeichnungen steht, dass es unklar sei, ob die 11. auf SS-23 umgerstet wurde. Oder ob an Stelle der 11. eine uns nicht nummernmig bekannte Brigade ein Gastspiel gab.

    Auch ein zu frh verstorbener hier anwesend gewesener Herr thematisierte diese Frage vor Jahren in einem anderen Forum.
    Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Jean-Paul Sartre

  5. #45
    Moderator Avatar von Frank K.
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    Im Buch ‚Raketentruppen der NVA-Landstreitkrfte: Geheimhaltungsgrad aufgehoben‘ Groer, 2012 gibt es auf Seite 314/315 eine Tabelle ‚RBr der LaSK der GSSD/WGT‘ fr die 1980er Jahre in Eigenrecherche. An dieser hat der im vorigen Beitrag erwhnte Roland(†2016) @Nelson2110 mitgewirkt.

    Fr Weienfels ist da der Komplex 9K72 aufgefhrt, OKA nicht erwhnt. An der Eigenrecherche dazu sind drei Mitarbeiter genannt. Man knnte ja auch zu ihnen bzw zum Autorenkollektiv zu dieser Frage Kontakt aufnehmen ?!

  6. #46
    Erfahrener Benutzer
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    @Frank K.,

    ist in dem Buch/der Tabelle dafr eine zeitliche Hinterlegung angegeben? Taucht die Oka wenigstens in Jena auf? Dass diese erwiesenermaen mindestens 1987/88 in WSF und Jena stationiert war, steht das irgendwo? Oder haben sich die Rechercheure da nicht "rangetraut"? Laut Quellen haben die BRIXMIS die Oka zu dieser Zeit zwar bei Jena fotografiert, aber zunchst auch fr eine Totschka gehalten, bis dann jemanden auffiel, dass das Startfahrzeug ja vier Achsen hatte und nicht blo drei... Sorgte fr groe berraschung, da die Stationierung wohl an der NATO (und dem BND!) bis dahin vorbeigegangen war.

    Ich glaube auch nicht, dass die Oka mit einer bisher u.i. RBr in die DDR verlegt wurde, wie @martin2 schreibt, und Ende 1988 dann genau die 11. mit Scud wieder zurckgekommen wre. Plausibler, aber leider nur mit sehr wenigen Indizien nachvollziehbar, ist die Umrstung der 11. Nur bin ich mir mit der Einfhrungszeit der Oka bei der GSSD nicht sicher - deshalb die o.g. Fragen, an irgendeinen, der sich in der Gegend besser auskennt oder evtl. belastbare Kontakte zu Veteranen der 11. aus dieser Zeit hat.

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